„Musste ich für mich einen Weg finden“: Flavia Zaka über ihre neue Rolle als First Lady des Landes
Flavia Zaka kommt voller frischer Eindrücke und gut gelaunt zum Treffpunkt in einem Stuttgarter Café-Hinterhof. Sie hat ein paar freie Tage mit Ehemann Cem und dessen beiden Kindern in Albanien hinter sich, dem Land, in dem sie bis zum zwölften Lebensjahr aufwuchs. Und gerade war sie quer durchs Land bei einigen Stationen von Özdemirs politischer Sommertour dabei: Nationalpark, dürregestresste Landwirte, Gewaltambulanz, Bergwacht.
„Anfangs habe ich gedacht, dass ich spätestens nach dem dritten Termin am Tag nicht mehr aufnahmefähig sein würde. Aber dann habe ich festgestellt: Wenn ich meinem Gegenüber meine volle Aufmerksamkeit schenken kann und er die Möglichkeit hat, sich zu öffnen, gibt mir das sehr viel Energie, Inspiration und Stärke“, berichtet sie. „Es ist ein großes Privileg, Baden-Württemberg auf eine so intensive Weise kennenzulernen.“
Als Ehefrau des Ministerpräsidenten ist sie „First Lady“, ein inoffizieller Titel. Eine Rollenbeschreibung gibt es nicht. Dafür gibt es durchaus subtile Erwartungen der Öffentlichkeit. Dass sie sich möglichst ehrenamtlich engagieren möge. Und dass sie bei offiziellen Anlässen an der Seite von Özdemir bella figura macht, was ihr mit ihrem weltläufigen Auftreten nicht schwer zu fallen scheint. In Bayreuth traf sie an Özdemirs Seite bei den Wagner-Festspielen im Sommer viele Promis, berichtet heute noch angetan von ihrem Austausch mit Angela Merkel.
Wie also fühlen sich die ersten 100 Tage an? Zaka lässt sich für ihre Antworten Zeit, denkt nach. Sie antwortet in feinem Deutsch, wenn sie sich sicher ist, und ergänzt auf Englisch, wenn es in die........
