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Werden TikTok, Snapchat und Instagram für Kinder unter 13 Jahren in der EU bald tabu?

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15.09.2026

In jener Nacht, als Molly Russell sich das Leben nahm, saß die Familie noch gemeinsam vor dem Fernseher. Mollys letzte Nachricht an ihre Freundin bestand aus zwei lachenden Emojis. Niemand ahnte, wie sehr die 14-Jährige unter Depressionen litt. „Liebes Ich, ich hasse dich. Du bist schwach. Du verdienst den Schmerz. Du wirst niemals gut genug sein. Ich hoffe, du stirbst.“ So hieß es in einem Beitrag, den Molly zuvor in den sozialen Medien aufgerufen hatte. Je häufiger sich die Engländerin mit Depressionen, Selbstverletzung und Suizid beschäftigte, desto mehr solcher Inhalte spielten ihr die Algorithmen zu. Ein Gerichtsmediziner stellte später fest, dass die Inhalte die psychische Gesundheit der Teenagerin negativ beeinflusst und zu ihrem Tod beigetragen haben. Das war 2017. 

Fast zwei Drittel der Europäer wünschen Altersbeschränkungen für soziale Medien

Nun will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine europäische Antwort auf das Problem geben, das seither eher größer geworden ist. In ihrer Rede zur Lage der Union dürfte sie den Schutz von Kindern im Internet zu einem ihrer wichtigen gesellschaftspolitischen Projekte machen. Zur Debatte steht ein Mindestalter für TikTok, Snapchat oder Instagram. Fast........

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