Zehn Stationen erzählen von Freiheit und Unrecht: Ein Demokratie-Rundgang durch die Innenstadt
Streiten, engagieren, diskutieren: Der Konstanzer Ratssaal steht für das Herz der Demokratie, für die Beteiligung gewählter Bürgerinnen und Bürger. Und für die Diktatur und Barbarei der Nationalsozialisten steht eine Gedenktafel an der Marktstätte 22. Hier war der Sitz des staatlichen Gesundheitsamts. Konstanzer Ärzte wirkten mit, wenn Bürgerinnen und Bürger zwangsweise sterilisiert sowie Behinderte ermordet wurden.
Beides sind Stationen auf dem Rundgang der Demokratie am Freitag, 2. Oktober 2026, von 15 bis 17.15 Uhr. Konstanzerinnen und Konstanzer sind eingeladen, sich entweder am gesamten Rundgang zu beteiligen oder einzelne der zehn Stationen aufzusuchen. Mit der Aktion schließt sich das Konstanzer Bündnis für Demokratie der Langen Nacht der Demokratie in Baden-Württemberg an.
Jetzt erst recht. Für das Organisationsteam um Margrit Zepf, Dorothea Sick und Daniela Frey ist klar: Die Wahlen in Sachsen-Anhalt, wo der AfD-Landesverband mit großem Abstand gewonnen hat, den der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft, war ein Tiefschlag für die Demokratie. Dem Argument, die AfD in Sachsen-Anhalt sei demokratisch gewählt worden, hält Dorothea Sick entgegen: Auch die Nationalsozialisten kamen mit legalen Mitteln an die Macht und zerstörten........
