Bundesparteitag in Erfurt: AfD-Chefs wiedergewählt – doch einer stiehlt allen die Show
Bundesparteitag in Erfurt AfD-Chefs wiedergewählt – doch einer stiehlt allen die Show
Erfurt: Ulrich Siegmund beim Bundesparteitag.
Analyse | Erfurt · Die AfD-Parteiführung feiert Umfragehochs und Geschlossenheit, zugleich demonstrieren Tausende vor den Toren der Messe. Im Inneren richtet sich der Blick vieler Delegierter auf einen Mann, der für die AfD Geschichte schreiben könnte.
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Während Thüringens AfD-Chef Björn Höcke als Gastgeber vorne auf der Bühne spricht, tut sich im hinteren Teil der Halle ein zweiter Schauplatz auf. Journalisten, Kameraleute, Fotografen, Fans und Schaulustige versammeln sich um den Mann, der die AfD schon bald zum größten Erfolg ihrer bisherigen Geschichte führen könnte. Die Rede ist vom Spitzenkandidaten der AfD in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund. Er selbst tritt am Samstag nicht auf die Bühne – und doch ist er der heimliche Star des AfD-Bundesparteitags in Erfurt.
Der 35-Jährige aus Sachsen-Anhalt, Anzug und frischer Haarschnitt, kommt bei den Delegierten gut an. Während andere Reden halten, geht er auf Leute zu, macht Selfies, schüttelt Hände – und wenn er eine Frau begrüßt, verbeugt er sich tief. Als betont freundlicher und zugänglicher Kandidat möchte Siegmund bei der Landtagswahl im September die absolute Mehrheit erringen und erster Ministerpräsident der AfD werden. In Erfurt wird er gefeiert wie ein Popstar: Als die AfD zu Beginn der Veranstaltung einen Film mit den aktuellen Wahlkämpfern zeigt, brandet der mit Abstand........
