Wenn Infantino nach diesem Skandal nicht gestürzt wird, verliert der Fussball das letzte bisschen Glaubwürdigkeit
Wenn Infantino nach diesem Skandal nicht gestürzt wird, verliert der Fussball das letzte bisschen Glaubwürdigkeit
Von François Schmid-Bechtel
Nachdem US-Präsident Donald Trump bei Gianni Infantino interveniert, wird die Sperre gegen den US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben. Die Analyse zu einem der grössten Skandale der Fussball-Geschichte.
Gianni Infantino und Donald Trump haben immer wieder ziemlich viel Spass miteinander. Wie hier bei der WM-Gruppenauslosung.
Wer bis eben noch an das Märchen glaubte, dass Fussball und Politik nichts miteinander zu tun haben, wird nach dem Fall Balogun hoffentlich anders denken. Es ist nicht das erste und wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal, dass mächtige Politiker versuchen, im Fussball Einfluss zu nehmen. Aber was hier Donald Trump im Doppelpass mit seinem Kumpel Gianni Infantino aufführt, ist an Zynismus, an Unverfrohrenheit, an Skrupellosigkeit und an Eitelkeit kaum zu überbieten.
Zur Vorgeschichte: Im Sechzehntelfinal zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina sieht US-Stürmer Folarin Balogun die Rote Karte. Nicht sofort. Sondern erst, nachdem Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien vom VAR gebeten wird, sich die Szene am Bildschirm nochmal anzuschauen. Dabei sieht er, wie Balogun seinen Gegenspieler Tarik Muharemovic mit offener Sohle am Fuss erwischt und dieser fürchterlich umknickt. Der Platzverweis ist absolut gerechtfertigt.
Um diese Szene gehts: Folarin Balogun (links) trifft Tarik........
