Verstreute Meisterwerke
27. Oktober 2026 – 16. Cheschwan 5787
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Verstreute Meisterwerke
Eine Ausstellung in Hamburg vereint rund 100 Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus 15 jüdischen Sammlungen und erinnert an den Kunstraub der Nationalsozialisten
Paula Modersohn-Becker, Claude Monet, Pablo Picasso und Max Pechstein – es sind einzigartige Werke von Künstlern der klassischen Moderne, die seit Mitte September im Hamburger Bucerius Kunst Forum gezeigt werden. Da ist im expressionistischen Farbrausch Max Pechstein als »Selbstbildnis, liegend« (1909) im Gras zu sehen, eine Pfeife schmauchend. Und einen Ausstellungsraum weiter blickt Vincent van Goghs »Mädchen mit zerzaustem Haar« (1888) die Besucher an, während etwas weiter entfernt Max Liebermann »Hängende Wäsche zwischen Bäumen« (um 1890) im Winde wehen lässt.
Allein diese Werke faszinieren. Doch bei der Ausstellung »Von Monet bis Picasso« mit rund 100 Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus der Zeit von Realismus und Impressionismus bis zu Expressionismus und Neuer Sachlichkeit geht es vor allem um jene Menschen, die diese Werke einst erworben und zusammengetragen haben: jüdische Kunstsammlerinnen und -sammler in Deutschland.
»Wir wollen zeigen, dass viele Werke noch verschollen sind.« Kuratorin Kathrin Baumstark
»Wir wollen zeigen, dass viele Werke noch verschollen sind.«
Erstmals rückt eine so profunde Schau die gezielte Zerschlagung und den Raub der meist avantgardistischen Kollektionen in der NS-Diktatur, das Verfolgungs- und Ermordungsschicksal der Sammlerinnen und Sammler sowie die heutige Frage der Rückgabe des Raubguts in den Fokus der Öffentlichkeit. So erfahren die Besucher der bisher größten und aufwendigsten Ausstellung des Bucerius Kunst Forums, dass jenes »Selbstbildnis, liegend« von Max Pechstein ursprünglich Eigentum des Kölner Sammler-Ehepaars Martha (1891–1935) und Walter Blank (1889–1938) war. Nachdem die Provenienzforschung zu dem Ergebnis gekommen war, dass es sich bei diesem Werk um........
