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Schmerz und offene Fragen auch zehn Jahre nach OEZ-Anschlag

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21.07.2026

21. Juli 2026 – 7. Aw 5786

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Schmerz und offene Fragen auch zehn Jahre nach OEZ-Anschlag

Am 22. Juli 2016 erschoss ein rechtsextremer 18-Jähriger am Münchner Olympia-Einkaufszentrum neun junge Menschen. Noch immer sind für die Angehörigen viele Fragen offen

Sie sind an allen Seiten des Raumes präsent, als großformatige Fotos an der Stirnseite, als Zeichnungen an die Fensterfront Richtung Moosacher Bahnhof gelehnt, als Siebdrucke an der Wand gegenüber: Armela, Can, Selçuk, Sabina, Roberto, Hüseyin, Giuliano, Dijamant, Sevda. Neun Gesichter von neun Menschen, die am 22. Juli 2016 am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) von einem rechtsextremen 18-Jährigen erschossen wurden. Zehn Jahre ist das her.

Für ihre Angehörigen, die sich im Erinnerungsraum der Initiative »München OEZ erinnern!« treffen, ist der Schmerz so stark wie am ersten Tag. »Wir waren sehr glücklich«, sagt Süleyman Dayicik, Hüseyins Vater.

»Er fehlt mir jeden Tag«, sagt Yasemin Kiliç beim Gedanken an ihren Sohn Selçuk. Der 15-Jährige saß mit vier Freunden in der McDonalds-Filiale gegenüber dem OEZ, als der Täter um kurz vor 18 Uhr mit einer Pistole und 500 Patronen im Rucksack aus der Restauranttoilette kam und alle fünf erschoss. Der 17-jährige Hüseyin starb kurz darauf beim Eingang zu einer Tiefgarage, als der Attentäter gezielt um sich schießend Richtung Einkaufszentrum zog.

Binnen Minuten brach Panik aus, die auf die ganze Stadt übergriff. Fehl- und Falschmeldungen hielten die Polizei in Atem. Der Täter versteckte und erschoss sich, als Polizisten ihn entdeckten.

Stundenlange Suche, widersprüchliche Informationen

In diesem Chaos scheint für die Angehörigen wenig Platz gewesen zu sein. Süleyman Dayicik weiß........

© Juedische Allgemeine