Die Geschichte eines Krieges
08. Oktober 2026 – 27. Tischri 5787
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Die Geschichte eines Krieges
Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen
Seit dem barbarischen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 stand nicht mehr infrage, dass es zur Eskalation zwischen Israel und Iran in einem offenen Krieg kommen würde. Dies zeigen die deutsch-iranische Journalistin Shahrzad Eden Osterer und der Journalist und Nahost-Experte Richard C. Schneider in ihrem Buch Eskalation. Der Kampf im Nahen Osten und der Umbruch der Weltordnung, in dem sie die historische Entwicklung der Region nachzeichnen.
Die Autoren blicken auf die ersten Jahre des Staates Israel zurück, als David Ben Gurion, seinem Konzept der Achse der Peripherie folgend, die Feindschaft der arabischen Nachbarstaaten mit der Freundschaft der diese wiederum umgebenden Staaten beantwortete und so ein starkes Band nach Teheran knüpfte. Sie schildern, wie Ruhollah Khomeini dieses 1979 mit der islamischen Revolution zerstörte und ein islamistisches System durch brutale Unterdrückungsmechanismen installierte.
Zentrales Ziel war vom ersten Tag an die Zerstörung Israels
Zentrales Ziel war vom ersten Tag an die Zerstörung Israels; außenpolitisch bildete das Atomprogramm einen wesentlichen Pfeiler der Macht. Mit der Feindschaft gegen Israel und der Instrumentalisierung des vermeintlichen Anliegens der Palästinenser lenkte Khomeini von der religiösen Feindschaft zwischen Schiiten und Sunniten ab. So weitete er die islamische Revolution international aus und etablierte ein Netz iranischer Stellvertreter-Armeen gegen Israel. Seit 2005, als Israel sich ohne Sicherheitsgarantie aus dem Gazastreifen zurückzog, wurden Raketenangriffe auf die umgebende Region – international kaum ernst genommen – zum Alltag.
2007 ergriff die aus der islamistischen Muslimbruderschaft Ägyptens........
