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Ein Plädoyer für den Erhalt des Sikawilds

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04.09.2026

Die Aufnahme des Sikawilds in die Liste invasiver, gebietsfremder Arten durch die EU führt in letzter Konsequenz zum Totalabschuss dieser Hirschart. Vor diesem Hintergrund brachte ein Vortrag von Sven Herzog von der TU Dresden überraschende Hypothesen und eine vollkommen neue Sichtweise auf die Sikas. Der Kreisverein Waldshut der Badischen Jäger hatte auf dem Hofgut Albführen zu dieser Informationsveranstaltung eingeladen. Sikaobmann Thomas Bendel hatte die Veranstaltung organisiert, an der rund 100 interessierte Jäger, Forstleute und Verwaltungsmitarbeiter teilnahmen.

Die Jäger am östlichen Hochrhein, aber auch die Betreiber von Sikagehegen, sind seit dem vergangenen Jahr in ziemlicher Aufregung. Die EU-Kommission hatte die Sikas zur invasiven Art erklärt, verlangt die Auflösung aller Sikagehege bis 2027 und fordert, wie bei allen invasiven Arten, die massive Zurückdrängung bis hin zur Ausrottung der Tiere. Dass dies in einem von der Schweiz umschlungenen Gebiet, in dem ebenfalls Sikas leben, sinnlos erscheint, da EU-Bestimmungen dort nicht gelten, sei nur am Rande erwähnt. Die EU begründet die Verschärfung der Rechtsverordnung nicht mit den starken Verbiss- und Schälschäden, die die Sikas........

© Südkurier