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Erst Sachsen-Anhalt, jetzt der Kanzler

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09.09.2026

Kurz vor neun ist der Plenarsaal im Bundestag voll. Die Sitze der Abgeordneten, die Besucherplätze, die Pressetribüne. Offiziell geht es in der Generaldebatte um den Haushalt. Doch drei Tage nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liegt etwas anderes über dieser Sitzungswoche: der Triumph der AfD und der Druck auf einen angeschlagenen Kanzler. Die AfD will diesen Sieg nun auch in den Bund tragen.

Alice Weidel darf auch gleich als erste an das Rednerpult treten. Sie spricht ihre Sätze langsam, wie das so ihre Art ist. Aber mit kaum verhohlener Verachtung. Der erste Satz ihrer Rede: „Die Wähler in Sachsen-Anhalt haben es Ihnen in der Sprache des demokratischen Souveräns mit aller Klarheit mitgeteilt: Schwarz-Rot ist vorbei.“ Die Siegesrhetorik der letzten drei Tage setzt sie fort: „Abgewählt“, kein „Weiter-so“. Weidel erklärt ihren Regierungsanspruch – im Land und im Bund.

Die Spaltung der Union scheint das oberste strategische Ziel der AfD zu sein

Besonders gerne spricht die AfD zurzeit über die Ausgabenpolitik der Bundesregierung. Man hört das auch immer wieder von Anhängern der Partei: Die gelockerte Schuldenbremse ist ihnen der Beweis für die Unehrlichkeit des Kanzlers. Auch Ulrich Siegmund sprach darüber im Wahlkampf oft und gerne. Dass der gerade noch........

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