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Urteil nach Einbrüchen in Apotheken: Gericht setzt auf Therapie statt Gefängnis

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02.10.2026

Schnell war in der Verhandlung am Amtsgericht Tettnang am Mittwoch klar, dass es nur am Rande um die begangenen Taten gehen wird. Bei mehreren Einbrüchen in Apotheken waren zwar Schäden in erheblicher Höhe verursacht worden - die kleine Menge der gestohlenen Medikamente war dagegen von geringem Wert. Richter Seger rückte aber vielmehr den Angeklagten in den Vordergrund und die Frage, wie dieser angemessen zu bestrafen sei.

Mit Schweißperlen im Gesicht saß der 23-jährige Mann aus dem östlichen Bodenseekreis mit Fußschließen im Gerichtssaal und gab die begangenen Einbrüche wortkarg zu. Er sei in einer schwierigen Lebensphase gewesen, erklärte er, sichtlich nervös. An Einzelheiten erinnern konnte er sich aber nicht. Auch Videos von Überwachungskameras konnte seinem Erinnerungsvermögen nur unwesentlich auf die Sprünge helfen.

Junger Mann stiehlt Opioide und Benzodiazepin

Am 23. Juni 2026 schlug er gegen Mitternacht mit einem Stein die Scheibe einer Apotheke ein und entwendete vier Packungen eines Opioids im Wert von 73,10 Euro. Am 11. September 2025 wiederholte er die Tat in derselben Apotheke. Sein Diebesgut: drei Packungen desselben........

© Südkurier