Suche nach dem Zugpferd: Die Grünen und die Frage nach dem Habeck-Comeback
Suche nach dem Zugpferd Die Grünen und die Frage nach dem Habeck-Comeback
Führende Köpfe der Grünen im Jahr 2024: Die damals frisch gewählten Parteivorsitzenden Franziska Brantner (l.) und Felix Banaszak (r.), dazwischen Ex-Vizekanzler Robert Habeck und Ex-Außenministerin Annalena Baerbock
Analyse | Berlin · Die Regierung ist angeschlagen, die Klimakrise spürbar wie selten zuvor. Trotzdem profitieren die Grünen kaum, was auch an ihrer zerfaserten Führung liegt. Wird Robert Habeck wieder wichtig?
Könnte das nicht ein Spitzen-Sommer für die Grünen sein? Die Merz-Regierung ist schwer angeschlagen, die Beliebtheitswerte des Kanzlers im Keller und die Folgen des Klimawandels schlagen in Deutschland in einer Drastik ein wie selten zuvor. So ernst die Krisen auch sind, den Grünen könnte die Lage doch eigentlich in die Hände spielen. Eigentlich.
Denn die Grünen geben keineswegs ein Spitzen-Bild ab, es ist eher durchwachsen. Etwas Licht, aber mit viel Schatten. Da sind auf der einen Seite Umfragewerte auf Bundesebene von 13 bis 16 Prozent, immerhin drittstärkste Kraft nach AfD und Union. Auf der anderen Seite bangen die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird, noch um den Einzug in den Landtag. Spitzenwerte von bis zu 25 oder 26 Prozent in den bundesweiten Umfragen, wie sie die Grünen vor der Bundestagswahl 2021 und selbst im ersten Ampel-Sommer noch erlebten, gehören der Vergangenheit an.
Es mag an einer Sehnsucht nach diesen........
