Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort
22. Oktober 2026 – 11. Cheschwan 5787
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Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort
Wahl in Israel: Star-Dirigent Lahav Shani meldet sich ausführlich zu Wort
In der Vergangenheit war der Musiker mehrmals im Visier radikaler Israelfeinde
22.10.2026 18:38 Uhr
Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, Lahav Shani, hat sich im Vorfeld der Wahl in seiner israelischen Heimat mit kritischen Worten an seine Landleute gewandt. In einem ungewöhnlichen persönlichen Statement rief er die Verantwortlichen auf, für die Versäumnisse im Zusammenhang mit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober Verantwortung zu übernehmen, und sprach sich für die Gleichberechtigung der arabischen Bürger Israels bei den Wahlen aus. Shanis Text wurde auch auf Hebräisch in der Tageszeitung »Haaretz« veröffentlicht.
Boykott arabischer Parteien »rassistisch motiviert«
Jeder, der das Land führen wolle, müsse sich verpflichten, dessen gesamte Bevölkerung zu vertreten, schreibt Shani. »Das bedeutet, arabische Israelis als in jeder Hinsicht gleichberechtigte Bürger anzuerkennen. Ich halte den pauschalen Boykott arabischer politischer Parteien für beschämend und rassistisch motiviert.« Ein Fünftel der rund zehn Millionen Israelis sind arabische Staatsbürger. Laut Umfragen zeichnet sich bei der Parlamentswahl am Dienstag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Lager von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem seiner Gegner ab.
Die arabischen Parteien könnten zum Zünglein an der Waage werden. Netanjahu und seine politischen Verbündeten haben aber wiederholt die Beteiligung arabischer Parteien an politischen Bündnissen in Israel infrage gestellt. Auch Teile der jüdischen........
