Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80
01. Mai 2026 – 14. Ijar 5786
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Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80
Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur
Verschachtelte Baukörper, schräge Fensterschlitze, spitze Winkel, Stahlelemente, die wie Speere in den Himmel ragen: Daniel Libeskinds Architektur bricht mit traditionellen Bauformen. Sie visualisiert Gewalt und Terror, will zugleich Zeichen für Aufbruch und Hoffnung setzen. Bauen ist für ihn Teil der Erinnerungskultur: »Warum wurden Tempel gebaut, warum entstanden die großen antiken Monumente? Sie sind Teil des visuellen Gedächtnisses der Menschheit«, sagte er kurz vor seinem 80. Geburtstag am 12. Mai. Der polnisch-amerikanische Architekt hat in Deutschland unter anderem das Jüdische Museum in Berlin entworfen, sein 2001 eröffnetes Erstlingswerk in Form eines zerbrochenen Davidsterns.
»Ich habe Projekte realisiert, die Orte und Räume der Erinnerung schaffen und Menschen emotional ansprechen wollen«, sagte Libeskind, der mit seiner Frau Nina Lewis-Libeskind hauptsächlich in New York lebt. Als seine persönlichen Favoriten nennt er neben dem Berliner Jüdischen Museum seinen Masterplan für »Ground Zero« in New York, dem Ort der Terroranschläge vom 11. September 2001. Der 2014 fertiggestellte 541 Meter hohe Turm des One World Trade Center (WTC), in den Plänen Libeskinds als »Freedom Tower« benannt, wurde zwar vom Büro Skidmore, Owings and Merrill (SOM) entworfen, jedoch in der von Libeskind festgelegten Höhe von 1776 amerikanischen Fuß realisiert - als Erinnerung an die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776.
»Wunderkind« als Musiker
Zur Architektur fand Daniel Libeskind über den Umweg der Musik. Geboren 1946 als Kind polnischer Juden in Lodz in einem Flüchtlingslager, wuchs er in einem kriegszerstörten Land auf. 1957 emigrierte die........
