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In Asien ist von De-Risking keine Spur

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02.10.2026

Deutsche Wirtschaft : In Asien ist von De-Risking keine Spur

Eigentlich sollte die deutsche Wirtschaft ihre Abhängigkeit von China verringern und mehr Geschäft im Rest Asiens machen. Das hat nicht geklappt.

Anfang September las Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) der deutschen Wirtschaft die Leviten. Drei Jahre ist es her, dass die Bundesregierung dazu aufgerufen hat, die Abhängigkeit von China zu reduzieren und neue Fabriken ab sofort im Süden des asiatischen Kontinents zu bauen. Doch die Unternehmen waren unfolgsam.

Ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum hat Deutschland in der ersten Jahreshälfte in China investiert. Dabei verkaufen die Deutschen dort weniger, während die Chinesen in Deutschland gewinnen. Das Verhältnis zum Reich der Mitte werde „immer unausgewogener“, hielt Wadephul beim Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz den nach Berlin gereisten Managern vor. Von „entschlossenem De-Risking“ keine Spur.

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Seit dem Ukrainekrieg ist De-Risking ein Kernanliegen der Union

Der Ärger ist verständlich, ist das Drängen auf wirtschaftliche Sicherheit seit dem Beginn des Ukrainekriegs doch ein Kernanliegen der Union. Vor allem Jens Spahn (CDU) hatte in der Bundestagsfraktion südostasiatische Länder wie das 280 Millionen Einwohner zählende Indonesien als Alternative zu China ins Spiel gebracht – frei nach der Formel, bei vielen Menschen und hohem Wirtschaftswachstum sei Gewinn garantiert.

Allerdings nicht........

© Frankfurter Allgemeine