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Die Zerstörung Libanons nehmen sie in Kauf

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17.03.2026

Krieg in Nahost : Die Zerstörung Libanons nehmen sie in Kauf

Libanon ist zum Schlachtfeld zweier zu allem entschlossenen Feinde geworden. Die Hizbullah will lieber untergehen als aufgeben, Israel droht mit hartem Vorgehen.

Die Kampfansagen lassen Unheil erahnen. Der israelische Verteidigungsminister droht Libanon mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur und dem Verlust von Territorium. Kampfflugzeuge werfen Flugblätter ab, die eine „neue Realität“ verkünden – und diese mit dem zertrümmerten Gazastreifen in Verbindung bringen. Israel will die Bedrohung durch die Iran treu ergebene Hizbullah ein für alle Mal beseitigen.

Das Mittel ist rohe Gewalt. Die Schiitenorganisation tönt allerdings, sie wolle lieber untergehen als aufgeben. Und sie überhöht ihren Willen zur Selbstzerstörung, indem sie ein historisches Himmelfahrtskommando zum Vorbild ihres Krieges erhebt: die Schlacht von Kerbela. Imam Hussein, Enkel des Propheten Mohammed, führte im Jahr 680 eine kleine Schar Getreuer gegen eine Übermacht in den sicheren Tod. Für die ideologisch verblendeten Kader, Kämpfer und Anhänger der Hizbullah ist er eine Ikone der Opferbereitschaft. Nur reißen sie im Namen von Glaubensstärke und Behauptungswillen ein ganzes Land mit in den Untergang.

Endkampfstimmung breitet sich aus

Die schiitische Klientel der Hizbullah hat sich noch nicht vom........

© Frankfurter Allgemeine