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„Das lässt sich nicht mehr mit Frust oder Protest erklären“: Tagesspiegel-Community über den AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

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07.09.2026

Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent deutlich gewonnen und somit ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppelt. „Ich kann mich spontan an keine Wahl erinnern, bei der solche großen Wähleranteile das Lager wechselten“, schreibt Tagesspiegel-Nutzerin Joelle. Für sie dürfte die Wahl „einer der größten, wenn nicht sogar der größte Paukenschlag sein, der je durch eine Wahl verursacht wurde“.

Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzt hingegen ab und das BSW zieht erstmals in den Landtag ein. Die AfD verfehlt die absolute Mehrheit zwar knapp, doch weil die übrigen Parteien eine Koalition mit ihr ausschließen, ist nach der Wahl vor allem eines klar: Sachsen-Anhalt steht damit vor schwierigen Gesprächen über die künftige Regierung – und bundesweit wie international wird beobachtet, ob eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei erstmals Regierungsverantwortung in einem Bundesland übernehmen kann.

In der Tagesspiegel-Community löst das Ergebnis sehr starke Reaktionen aus. Einige Nutzerinnen und Nutzer beschreiben Scham, Wut und Fassungslosigkeit angesichts des Erfolgs der AfD. Andere warnen davor, fast die Hälfte der Wählenden pauschal zu beurteilen. Sie sehen auch die etablierten Parteien in der Verantwortung und fordern, die Sorgen über Migration, innere Sicherheit, wirtschaftliche Unsicherheit, steigende Lebenshaltungskosten und den Zustand der Infrastruktur ernst zu nehmen.

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Für die einen ist der Wahlerfolg der AfD Ausdruck einer gesellschaftlichen Katastrophe und ein Beleg dafür, dass Rechtsextremismus wieder selbstverständlich wählbar geworden ist. Für andere ist er vor allem ein Warnsignal an CDU, SPD, Grüne, FDP und das gesamte politische Parteiensystem. Mehrfach geht es um die Frage, ob die Brandmauer die AfD tatsächlich schwächt – oder ob sie ihren Anhängern zusätzliche Bestätigung liefert.

Lesen Sie hier eine redaktionelle Auswahl aus der Tagesspiegel-Community:

Es mag sein, dass wir weitaus mehr sind. Aber dennoch machen mir mögliche 600.000 Wählerinnen und Wähler einer Partei, in deren Reihen Rechtsextreme, Menschenverächter und Rassisten stehen, große Sorgen. Ich schäme mich zutiefst für diese Menschen. Ich bin wütend und fassungslos darüber, dass gerade einmal eine Generation genügt hat, damit so etwas wieder möglich wird.

Das lässt sich für mich nicht mehr mit Frust, Protest oder Enttäuschung erklären. Diese Menschen wissen, wen und was sie wählen. Sie tun es aus Überzeugung. Und genau das ist eine Schande – und eine gesellschaftliche Katastrophe. Warum ist so etwas möglich?

Ich kann mich spontan an keine Wahl erinnern, bei der solche großen Wähleranteile das Lager wechselten. Egal, wie man jetzt zu einzelnen Parteien steht,........

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