EU-Erweiterung: Walfang, Korruption und Flamingos
Die EU plant eine weitere Erweiterung, mehrere Länder stehen als Beitrittskandidaten bereit, darunter Island, Montenegro und Albanien.
Viele Kandidatenländer kämpfen mit Problemen wie Korruption, inneren Konflikten oder auch fehlender Anerkennung, was Beitrittsverhandlungen erschwert.
Politische Blockaden, wie durch Bulgarien gegen Nordmazedonien, oder fehlendes Interesse wie in Georgien, verzögern den Prozess zusätzlich.
Island stimmt am 29. August über Fortsetzung der EU-Beitrittsgespräche ab
Montenegro plant EU-Beitritt für 2028
Kosovo: 2022 EU-Beitrittsantrag, aber keine Anerkennung durch 5 EU-Staaten
Türkei: seit 1999 EU-Beitrittskandidat, Verhandlungen liegen auf Eis
Die EU plant eine weitere Erweiterung, mehrere Länder stehen als Beitrittskandidaten bereit, darunter Island, Montenegro und Albanien.
Viele Kandidatenländer kämpfen mit Problemen wie Korruption, inneren Konflikten oder auch fehlender Anerkennung, was Beitrittsverhandlungen erschwert.
Politische Blockaden, wie durch Bulgarien gegen Nordmazedonien, oder fehlendes Interesse wie in Georgien, verzögern den Prozess zusätzlich.
Island stimmt am 29. August über Fortsetzung der EU-Beitrittsgespräche ab
Montenegro plant EU-Beitritt für 2028
Kosovo: 2022 EU-Beitrittsantrag, aber keine Anerkennung durch 5 EU-Staaten
Türkei: seit 1999 EU-Beitrittskandidat, Verhandlungen liegen auf Eis
Mit dem Inkrafttreten der Römischen Verträge schlug am 1. Jänner 1958 die Geburtsstunde der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, also der heutigen Europäischen Union, mit damals sechs Gründungsmitgliedern (Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und Niederlande). Nach mehreren Erweiterungsrunden und dem Verlust eines Mitglieds (Großbritannien) soll die EU just am Tag ihres 70-jährigen Bestehens erneut wachsen. Mehrere Beitrittskandidaten stehen in den Startlöchern.
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Island: Als Nettozahler herzlich willkommen
Diesen Samstag stimmen die rund 400.000 Isländer:innen in einem Referendum darüber ab, ob die 2010 aufgenommenen, aber 2013 von der damaligen Regierung wieder ausgesetzten EU-Beitrittsverhandlungen nun doch fortgesetzt werden sollen. Die EU würde die Insel im hohen Norden mit offenen Armen empfangen, denn Island würde als Nettozahler mehr zum EU-Budget beitragen als bekommen und liegt geostrategisch wichtig (Stichwort: Arktis). Ein EU-Beitritt wäre vielleicht sogar schon 2028 möglich, ist in Brüssel zu hören. Dieser würde auch von Norwegen, Grönland und den Färöern sehr genau beobachtet werden. Ein Ja der Isländer:innen zu neuen Beitrittsverhandlungen ist aber längst nicht fix. Ein Knackpunkt ist die Fischerei: Island müsste sich dem EU-Regime unterwerfen. Zuletzt sorgte auch die Jagd auf Finnwale (die großteils zu Tierfutter verarbeitet und exportiert werden) für Kritik.
Montenegro: Frontrunner am Westbalkan
Seit 2010 wartet Montenegro auf den EU-Beitritt – 2028 soll es endlich so weit sein. Damit ist der seit 2006 wieder unabhängige Kleinstaat (rund 600.000 Einwohner:innen) der Frontrunner am Westbalkan, auch weil das Durchschnittseinkommen dort mittlerweile höher ist als in Serbien. Montenegro hat zwar wie alle Staaten in der Region ein Korruptionsthema, aber die Strafverfolgungsbehörden kooperieren mit dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) und klagen auch ehemalige Spitzenpolitiker an. „Montenegro ist nicht perfekt“, sagt Thomas Waitz, Vorsitzender der EU-Montenegro-Delegation. „Aber in Sachen Rechtsstaatlichkeit würde ich das Land ein gutes Stück vor Bulgarien sehen, das immerhin seit fast 20 Jahren EU-Mitglied ist.“ Und: „Wir brauchen diesen Beitritt wie einen Bissen Brot.“ Es gehe auch um die Glaubwürdigkeit der EU, die ja die Beitrittskandidaten........
