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InjectEave: Elektromagnetischer Angriff macht elektronische Geräte abhörbar

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18.09.2026

InjectEave: Elektromagnetischer Angriff macht elektronische Geräte abhörbar

InjectEave zeigt, wie elektromagnetische Angriffe Signale aus elektronischen Geräten aus der Ferne rekonstruieren können.

InjectEave: Angriff setzt an Hardware an

Von Kopfhörern bis zu smarten Geräten

Abhören aus mehreren Metern Entfernung

Verschlüsselung schützt nicht vor Seitenkanal-Angriff

Mit einer neuen Angriffstechnik namens InjectEave haben Forscher demonstriert, wie sich Informationen aus elektronischen Geräten über elektromagnetische Nebenkanäle aus der Entfernung rekonstruieren lassen. Hierbei nutzten sie eine elektromagnetische Einstrahlung und die nichtlinearen Eigenschaften analoger Hardware, die Signale unbeabsichtigt in einen auswertbaren Frequenzbereich verschieben kann.

Wie The Register berichtet, erprobten die Forscher den Angriff an elf handelsüblichen Geräten aus verschiedenen Kategorien. Bei Kopfhörern gelang es den Forschern, Audiosignale über mehrere Meter Entfernung zu rekonstruieren. Eine Demonstration mit zusätzlicher HF-Verstärkung erreichte dabei sogar eine Distanz von bis zu 30 Metern.

InjectEave: Angriff setzt an Hardware an

Hinter InjectEave steht ein Forschungsteam um Haoran Yan, Ziyu Shao, Shuhao Zhang und Yan Long von der Hong Kong University of Science and Technology sowie Qinhong Jiang von der Hong Kong Polytechnic University. Ihre Arbeit mit dem Titel „Injected and Leaked: Actively Inducing Side-Channel Leakage Using Electromagnetic Injection and Hardware Nonlinearity“ wurde auf der USENIX Security 2026 vorgestellt.

InjectEave demonstriert einen Angriff auf der physikalischen Ebene elektronischer Geräte. Das Forscher-Team nutzt dabei die Nichtlinearität analoger Komponenten in elektronischen Schaltungen aus. Dazu zählen beispielsweise Verstärker, Analog-Digital-Wandler, Leistungswandler und Schalt-MOSFETs. Treffen das eingespeiste elektromagnetische Signal und ein im Gerät verarbeitetes Nutzsignal auf eine solche nichtlineare Komponente, entstehen durch deren Nichtlinearität zusätzliche Frequenzanteile.

Für den Angriff bringen die Forscher ein elektromagnetisches Signal in die Nähe des Zielgeräts. Trifft dieses auf eine nichtlineare Komponente, wechselwirkt es mit dem dort verarbeiteten Nutzsignal. Das Zusammenspiel aus eingespeistem Signal, Hardware und Nutzsignal erzeugt dabei zusätzliche Signalanteile, in denen sich Informationen des ursprünglichen Signals wiederfinden. Diese können als elektromagnetische Emissionen aus dem Gerät austreten und von........

© Tarnkappe