In seinem ersten Tatort hat er sich für Schimanski ausgezogen
Herr Bär, hat Götz George beim Dreh Ihres ersten Tatorts dem Bild des sympathischen Ruhrpott-Raubeins Horst Schimanski entsprochen, die ihn zum Star machte?
DIETMAR BÄR: Ich war damals noch ein Schauspielschüler, der erst zum zweiten Mal vor der Kamera stand, und hatte noch keinen Duisburger Tatort gesehen, weil ich sonntags immer in einem Programmkino arbeitete. So musste er mir vieles erklären. Ich habe Götz als unheimlich kollegialen, fast väterlichen Kollegen kennengelernt. Das hat mir auch in der berühmten Schlussszene geholfen, in der ich als Hooligan in der Schimanski-Jacke im Mittelkreis des leeren Fußballstadions des MSV Duisburg stand und er als Revanche von mir verlangte, dass ich mich nackt auszog.
Wie waren die Reaktionen?
BÄR: Es hagelte Kritik, in der Presse wie bei der Polizei, die gegenüber der Figur Schimanski anfänglich sehr kritisch eingestellt war, einem Kommissar, der keine Tür normal aufmachte und immer nur Arschloch und Scheiße sagte. Ganz nach dem Motto: So sind wir nicht!
Sie haben 1991 im Fernsehfilm „Leo und Charlotte“ erstmals mit Klaus J. Behrendt gespielt. Wie wurde aus Ihnen sechs Jahre später des Kölner Tatort-Gespann?
BÄR: Der von mir........
