Truth Social: Wie der Präsident politische Informationen verkauft
Es war eine Plattform, die aus der Not geboren war. Es war elf Tage bevor die erste Präsidentschaft von Donald Trump endete, als Twitter den Zugang des mächtigsten Mannes der Welt sperrte. Man wolle das „Risiko weiterer Anstiftung zur Gewalt“ verhindern, schrieb das Unternehmen. Seither ist viel geschehen: Aus Twitter wurde X. Der Konzern gehört mit Elon Musk einem Mann, der gerne selbst mit dem politischen Feuer spielt. Trump zog ein zweites Mal ins Weiße Haus – und gründete mit „Truth Social“ eine Plattform, auf der er seine Politik mit der Welt teilt. Die Sätze, die er dort verbreitet, sind oft in Großbuchstaben verfasst – es ist eine Art schriftliches Schreien. Trump nutzt Truth Social routinemäßig für wichtige Ankündigungen, etwa zu Zöllen oder militärischen Konflikten. Rund 13 Millionen Konten folgen dem US-Präsidenten auf dessen Plattform. Doch seit wenigen Tagen gibt es Unterschiede bei den Nutzern: Wer für „Truth Social“ zahlt, bekommt einen schnelleren Zugang.
Etwas mehr als zehn Kunden hat Trump nach eigenen Angaben schon gewonnen. Sie zahlen Beträge zwischen 60.000 und 100.000 US-Dollar pro Monat. Nach einem großen Durchbruch........
