40 Jahre Tschernobyl: Wie stark ist die Belastung noch?
Große Unsicherheit und Angst vor Strahlenbelastung: Die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl vor 40 Jahren reichten bis nach Deutschland. Gibt es hierzulande noch immer erhöhte Strahlenwerte? Sind Sorgen bei bestimmten Lebensmitteln berechtigt? Solchen Fragen widmet sich das Radioökologie-Labor des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS).
Was ist radioaktive Strahlung eigentlich?
Radioaktive Strahlung wird freigesetzt, wenn ein Atomkern zerfällt oder gespalten wird. Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt als drei Hauptstrahlungsarten: Alpha-, Beta- und Gammastrahlung. Diese haben unterschiedliche Eigenschaften, wie der Leiter des BfS-Fachgebiets Radioökologie, Martin Steiner, erläutert. Gammastrahlung durchdringe Haut und Kleidung, während Alphastrahlung schon von einem Blatt Papier oder wenigen Zentimetern Luft abgehalten werde.
Alpha- und Betastrahlung kommen daher vorwiegend über kontaminierte Lebensmittel in den Körper. Alle drei Strahlungsarten können die Gesundheit schädigen, wenn sie in einen Organismus gelangen, wie das Bundesamt für die Sicherheit nuklearer Entsorgung auf seiner Website mitteilt. Radioaktive Strahlung komme in natürlichem Maße überall in der Umgebung vor und gehe auch von Menschen aus. Laut Steiner ist das aber kein Grund zur Sorge.
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