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Was wäre, wenn...? Ausstellung zum Stadtjubiläum zeigt alternative Realitäten der Stadt

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23.08.2026

Seit 1200 Jahren erfindet sich Radolfzell immer wieder neu. Als Siedlerstandort für die Religion, Industriehotspot, Kurort oder ein Ort zum Feiern: Die Stadt nahm schon viele Gesichter an. Wer die Ausstellung „So! Oder Anders“ in der Villa Bosch besucht, unternimmt einige Zeitreisen. Doch die Ausstellung klärt nicht einfach über die Stadtgeschichte auf. Betritt man die Räume des Projektes der Hochschule und der Universität Konstanz, schreibt man das Vermächtnis Radolfzells neu. Der kritische Blick wird in der Ausstellung nicht nur auf die Vergangenheit der Stadt gerichtet, auch für die nächsten 1200 Jahre steht Radolfzell vor großen Entscheidungen. 

Wir reisen zurück in das Jahr, indem alles begann - um das Jahr 826 erreicht Ratold von Verona die Reichenau. Inmitten des ersten Raumes der Ausstellung ist dafür eine Statue des Bischofs platziert. Zahlreiche Informationstafeln umzingeln sie, um das Vermächtnis des Gründervaters von Radolfzell zu beleuchten. Dieser ließ die Cella, eine geistliche Niederlassung, am gegenüberliegenden Seeufer errichten, heißt es in einem der Texte. Aus der Cella Ratoldi entstand schließlich Radolfzell. Schon die ersten Entscheidungen vor 1200 Jahren zeigen: Die Gründung der Stadt an einem anderen Ort, die Kreation einer anderen Stadtordnung oder der Erwerb anderer Rechte hätten eine völlig andere Geschichte geschrieben. Das Radolzell, das wir heute kennen, sähe völlig anders aus.

Wie hätte man den Bodensee alternativ gestalten können?

Doch was wäre, wenn es wirklich anders gekommen wäre? Die verschiedenen Themenräume laden zur Spekulation ein. Im Erdgeschoss können Gäste über die Gestaltung der Orte reflektieren, die maßgeblich für Radolfzell waren. Ein Raum thematisiert den Bodensee. Ohne Zugang........

© Südkurier