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Geht das Gesundheitswesen baden? Konstanzer Betroffene steigen aus Protest in den Bodensee

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09.07.2026

Der See glänzt in der Sonne und lädt zum Baden ein. Doch Normen Küttner, Agnes Frauenfelder, Andreas Stocker und Nataliia Andryshyn geht es um weit mehr als eine Abkühlung. Die vier steigen mit Transparenten ins Wasser und ziehen damit die Blicke der Passanten an der Seestraße auf sich. Ihre Banner machen unmissverständlich klar, worum es geht: Sie protestieren gegen die Reform des Gesundheitswesens, über die der Bundestag am Freitag, 10. Juli, entscheiden soll.

Doch von vorn. Am Mittwochabend, 8. Juli, versammeln sich rund 60 Demonstranten vor dem Klinikum Konstanz. Während Organisator und Verdi-Gewerkschaftler Thomas Weisz die Anwesenden begrüßt, werden Trillerpfeifen an die Protestgruppe verteilt. Jetzt sind alle bereit für die Kundgebung und den anschließenden Demo-Zug entlang der Seestraße.  

Weisz macht deutlich, dass er kein Problem mit einer wirklichen Veränderung des Gesundheitssystems hat, wohl aber mit den geplanten Maßnahmen. Diese würden sich explizit gegen die gesetzlich versicherten Patienten und seine Kollegen im Gesundheitswesen richten. Für ihn als Gewerkschafter besonders wichtig: Am Personal zu sparen, wäre in den Kliniken wieder möglich. Die Untergrenze für Pflegekräfte würde fallen. Es gäbe keine Regelung mehr, die eine........

© Südkurier