Hausärzte gesucht: Was junge Mediziner sich für ihre Zukunft auf dem Land wünschen
Lia Julie Dreger kann sich inzwischen etwas vorstellen, das vor der Reise kaum eine Option für sie war: Allgemeinmedizinerin zu werden. Wie ihr Beruf in zehn Jahren aussehen soll, weiß die Medizinstudentin nicht. Genau deshalb ist sie bei der Rundfahrt der Techniker Krankenkasse (TK-DocTour) für angehende Ärztinnen und Ärzte dabei. „Man lernt viele Praxiskonzepte kennen“, sagt sie. Die Begegnungen helfen ihr, Vor- und Nachteile abzuwägen. Eine Praxis allein zu führen, reizt sie dagegen wenig: „Lieber eine teilen.“ Wo sie später arbeiten möchte, ist noch offen. Die Reise soll ihr helfen, die verschiedenen beruflichen Möglichkeiten kennenzulernen.
Was müsste eine Hausarztpraxis bieten, damit junge Mediziner dort ihre Zukunft sehen? Auf der TK-DocTour besuchen Studierende der Medizin und der Physician Assistance Praxen in Baden-Württemberg. Im MVZ am Klinikum Konstanz bei Ärztin Heike Unverhau reicht die Zeit kaum für die vielen Fragen des Nachwuchses. Beim Gang durch die Notaufnahme erleben sie die direkte Verbindung von Hausarztpraxis und Klinikum. Im Bus, auf der Fähre nach Meersburg und beim Essen geht der Austausch weiter: über Unterschiede im Studium und an den Universitäten.
Wie viel es neben der Universität noch zu erfahren gibt, merkt Sophie Riedel. Sie studiert im siebten Semester Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Das Thema Niederlassung werde an der Universität „ein bisschen stiefmütterlich behandelt“, findet sie. Nun kann sie direkt mit Ärzten darüber sprechen, wie deren Arbeitsalltag aussieht. Die Hausarztmedizin sei „auf........
