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Vom Jungs-Praktikanten zum Bäcker-Boss: Wie Philipp Künz Singen mit Backkunst eroberte

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Schnell mal eben ein Geschenk an der Kasse für die Kleinen, das gab es in der Jugend von Philipp Künz nicht. „Wenn ich etwas haben wollte, musste ich dafür arbeiten“, erzählt der Bäckermeister. Tatsächlich verdiente er mit 14 oder 15 Jahren sein erstes Geld in der elterlichen Backstube. „Mein Vater hat mir damals ein altes Mofa aus dem Jahr 1956 geschenkt. Doch den Führerschein dafür musste ich selber bezahlen. Der kostete damals zwischen 200 und 300 D-Mark.“

Dass er sich das Geld dafür selber verdienen musste, sei ein geschickter Schachzug seines Vaters gewesen. Auch sein bester Freund aus der Ekkehard-Realschule war ein bisschen daran beteiligt. Der war ein Jahr älter. Eines Tages habe der Freund im Laden gestanden und nach einem Ferienjob in der Bäckerei gefragt. Das wollte der junge Philipp auch. Der Chef stimmte zu.

Fortan traten die beiden Freunde an Wochenenden zum Dienst in der Backstube als Hilfsarbeiter an. „Anfangs wurde gefegt, gespült und Botengänge übernommen“, erinnert sich Philipp Künz. „Doch mit der Zeit wurde unsere Arbeitskraft immer wertvoller.“ An den Samstagen gab es pauschal 60 D-Mark für jeden. Auch aus heutiger Sicht sei das ein großzügiger Lohn gewesen.

Philipp Künz arbeitet für Führerschein und Roller

Mit 16........

© Südkurier