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Wunder der Geburt fasziniert sie jedes Mal aufs Neue

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13.09.2026

Frau Kibreab, Sie sind eine Doula. Was kann man sich darunter vorstellen?

Der Begriff Doula kommt aus dem Griechischen und bedeutet Dienerin der Frau. Heute versteht man darunter eine nicht-medizinische Begleiterin, die Frauen während Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach unterstützt. Die Doula gibt emotionalen Support, Orientierung und Ruhe, jedoch ohne medizinische Aufgaben zu übernehmen. Das heißt, wir Doulas grenzen uns ganz klar von Hebammen ab und kommen nur zusätzlich zum Einsatz. Früher hatten Frauen bei der Geburt immer eine geburtserfahrene Frau an ihrer Seite, die sich um sie gekümmert hat. Heute fehlt im hektischen Klinik-Alltag dafür häufig die Zeit. Wir Doulas können hier eine sinnvolle Ergänzung sein. 

Wie kamen Sie zu dieser Tätigkeit?

Während meiner ersten Schwangerschaft 2021 hatte ich eine sehr gute Freundin als Hebamme an meiner Seite. Leider verlief die Geburt meines ersten Kindes trotzdem ganz anders als erwartet und war sehr kompliziert. Danach entwickelte sich bei mir der Wunsch, etwas zu verändern. Ich hätte mir zum Beispiel mehr Zeit gewünscht und dass man mich in dieser Situation mehr nach meinen Gefühlen fragt. Vielleicht spielte auch die Corona-Zeit eine Rolle. Ich war zwangsläufig viel allein ohne meinen Partner. Dadurch hat sich der Wunsch entwickelt, dass es andere Frauen vor und während der Geburt besser haben sollen. Als mein Baby ein Jahr alt war, habe ich im Frühjahr 2022 mit der Ausbildung zur Doula begonnen. Bereits ein halbes Jahr vorher habe ich die Ausbildung zur Stillberaterin gemacht. Die Geburt meiner zweiten Tochter verlief zu Hause um 180 Grad anders. Aber das muss nicht für alle der richtige Weg sein. Ich glaube, dass ich durch die eigene Erfahrung von zwei ganz unterschiedlichen Geburten noch besser begleiten kann.

Wie lange dauert die Ausbildung zur........

© Südkurier