Gastbeitrag zur UN-Generalversammlung: Die Blockade der Vereinten Nationen aufbrechen
Gastbeitrag zur UN-Generalversammlung Die Blockade der Vereinten Nationen aufbrechen
Blick in den Sitzungssaal des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. (Archiv)
Meinung | Berlin · Warum Deutschland seine Forderung nach einem eigenen ständigen Sitz aufgeben und gemeinsam mit Italien für eine Reform des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen eintreten sollte.
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Es gibt kaum noch etwas zu beschönigen: Von Europa bis in den Nahen Osten, von Afrika bis nach Asien setzt sich immer häufiger die Gewalt gegen das Recht durch. Die Charta der Vereinten Nationen sollte genau das verhindern. Doch die Organisation, die als gemeinsames Fundament der Menschheit für Frieden und Sicherheit geschaffen wurde, tut sich zunehmend schwer, dieses Fundament zu verteidigen.
Deutschland und Italien kennen diese Erfahrung aus ihrer eigenen Geschichte. Als Gründungsstaaten der Europäischen Union haben sie – geprägt von Staatsmännern wie Alcide De Gasperi und Konrad Adenauer – nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst einen anderen Weg eingeschlagen: In Europa sollte nicht mehr das Recht des Stärkeren gelten, sondern die Stärke des Rechts. Das Ergebnis war die längste Friedensperiode, die unser Kontinent je erlebt hat.
Mariangela Zappia (67)
ist Präsidentin des ISPI (Istituto per gli Studi di Politica Internazionale / Italienisches Institut für Internationale Politische Studien). Zappia war Botschafterin Italiens bei den Vereinten Nationen und in den USA.
Christoph Heusgen (71)
ist Ko-Konferenzvorsitzender des St. Gallen Symposiums. Auch er........
