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Zwischen Kuhstall und Karriere: Warum immer mehr Frauen Landwirtinnen werden

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29.08.2026

Früh als Erstes in den Stall, vorbei an den Kühen, Futter und Heu nachlegen. Danach kehren, die Liegeboxen pflegen, melken und die Tiere treiben. Später geht es raus aufs Feld. So sieht ein typischer Tag von Lucy Göbel aus Hundsbach bei Eußenheim (Lkr. Main-Spessart) aus. Sie befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zur Landwirtin auf dem Hof der Brüder Scheiner im Karlstadter Stadtteil Stadelhofen. Die 19-Jährige ist eine von immer mehr jungen Frauen, die in Unterfranken Landwirtin werden. 

Frauenanteil steigt seit Jahren deutlich

Vor 20 Jahren wäre Göbel noch eine Ausnahme gewesen. Nach Zahlen der Regierung von Unterfranken waren damals 5,5 Prozent der Prüflinge im Ausbildungsberuf Frauen. Inzwischen hat sich der Anteil fast vervierfacht: Heute sind es 23,8 Prozent, 2016 lag er noch bei 9,8 Prozent. Die Anzahl an Personen, die die Ausbildung machen, bleibt seit 20 Jahren stabil. Aktuell sind in Unterfranken 107 junge Menschen in der Ausbildung zum Landwirt und Landwirtin.

„Der Anteil an Frauen ist über die letzten 20 Jahre kontinuierlich gestiegen“, sagt Anne Lutz, Bildungsberaterin für Landwirtschaft bei der Regierung von Unterfranken. Eine ähnliche Beobachtung machte Lucy Göbels Ausbilder Martin Scheiner. „Der Beruf hat heute mehr mit........

© Main-Post