Die Halbierungsinitiative ist eine Chance für die SRG
Mario Günther von den Zuger Jungfreisinnigen äussert sich zur Abstimmung vom 8. März.
Als Jungpolitiker höre ich oft dasselbe Argument: Wer die SRG kritisiert, gefährde die Demokratie. Das klingt dramatisch – lenkt aber vom eigentlichen Problem ab. Denn die Frage ist nicht, ob die Schweiz unabhängige Information braucht. Die Frage ist, warum wir dafür ein System finanzieren, das längst zu gross, zu teuer und zu wenig effizient geworden ist. Die SRG hat einen gesetzlich verankerten Grundauftrag. Sie soll die Bürger informieren, bilden und die Kultur fördern – und das in allen Sprach- und Landesregionen. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Halbierungsinitiative ist deshalb kein Angriff auf die Medienfreiheit, sondern eine überfällige Korrektur. Die SRG hat heute eine Finanzierung von knapp 1,3 Milliarden Franken, ein Budget, das weit über ihre Bedürfnisse hinausgeht – und das durch eine Pflichtabgabe, die jeder Haushalt zahlen muss. Gleichgültig, ob überhaupt und in welchem Masse man Angebote der SRG........
