Ende der Geduld
Am Sonnabend jammerte Friedrich Merz im niedersächsischen Wahlkampf über das rekordtiefe Ansehen seiner Regierung, der CDU und das eigene miese Bild beim Wahlvolk. Er will dem mit einem neuen »Narrativ« seiner Partei begegnen: nicht mehr »Wohlstand für alle«, wie von Ludwig Erhard 1957 verkündet, sondern »Wohlstand für alle Generationen«. Wäre die Situation der Bundesrepublik nicht dramatisch, ließe sich das als Realsatire verbuchen. Das Grausen, mit dem sich das Publikum abwendet, dürfte sich steigern: Der kann es einfach nicht.
Zumal er beim selben Auftritt seine Kriegspolitik gegen Russland bekräftigte. Offenbar soll das Stimmen bringen. »Man« habe, erklärte er in Hannover-Langenhagen, mit »einer sehr klaren Warnung an Russland« die richtigen Konsequenzen gezogen. Merz verglich........
