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Leisten Judenhass in Deutschland Vorschub: Holocaust-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der viel kritisierten Jurorin Maha El Hissy ab

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08.09.2026

08. September 2026 – 26. Elul 5786

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Leisten Judenhass in Deutschland Vorschub: Holocaust-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der viel kritisierten Jurorin Maha El Hissy ab

 08.09.2026 08:52 Uhr

Die Kritik an dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der umstrittenen Jurorin Maha El Hissy reißt nicht ab. Nun hat sich die Holocaust-Überlebende und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München Charlotte Knobloch in deutlichen Worten zu der Debatte geäußert.

»Maha El Hissy, die in diesem Jahr in die Jury des Deutschen Buchpreises berufen wurde, hat sich neben ihrer literarischen Tätigkeit mit wüsten antiisraelischen Publikationen einen zweifelhaften Namen gemacht. Die postkoloniale Sprache schlägt bei ihr aber, wie bei vielen anderen auch, oft in Judenhass um«, betonte die Schoa-Überlebende, die in diesen Tagen ihre Autobiografie »Trotzdem weiter. Ein jüdisch-deutsches Fazit« veröffentlicht hat.

»Wer den Hass, den jüdische Menschen in Deutschland ohnehin unentwegt erleben, weiter anfacht, hat nichts von der versöhnenden Kraft der Literatur verstanden«, beklagt Knobloch. Dabei lasse sich über Israel und seine Politik natürlich streiten. Wer aber nicht streiten will, sondern bloß hasserfüllt und verzerrend urteilt, der verfolge eine fragwürdige politische Agenda – »und ist damit nicht geeignet, über den besten deutschsprachigen Roman des Jahres mitzuentscheiden.«

Ebenso deutlich konstatiert die in Berlin ansässige WerteInitiative. jüdisch-deutsche Positionen: »Dass der Börsenverein an dieser Personalie festhält, obwohl Maha El Hissy antisemitische Stereotype verbreitet, sendet ein denkbar falsches Signal zu einem denkbar falschen Zeitpunkt«, sagt Elio Adler, Vorsitzender der WerteInitiative. Der Deutsche Buchpreis entscheide mit darüber, welche Bücher, Stimmen und Perspektiven besondere gesellschaftliche Aufmerksamkeit erhalten. Eine solche Personalie droht deshalb, eine sich selbst verstärkende und selbstbestätigende antizionistische Echokammer im Kulturbetrieb weiter zu verfestigen.

»Antizionismus und die Dämonisierung des jüdischen Staates sind längst nicht folgenlos«, so Adler weiter. »Sie werden als Legitimation für Diskriminierung, Ausgrenzung und handfeste Gewalt gegen Juden benutzt. Es ist unverantwortlich, an einer Personalie........

© Juedische Allgemeine