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Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

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10.05.2026

10. Mai 2026 – 23. Ijar 5786

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Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Kristin Helberg ist ein gern gesehener Gast im deutschen Fernsehen. Vor zwei Wochen saß sie wieder bei »Markus Lanz«, um über die Lage am Persischen Golf zu beraten.

Die Politikwissenschaftlerin hat sich einen Namen als Nahostexpertin gemacht. Sie lebte sieben Jahre in Damaskus, wo sie auch ihren Mann, einen syrischen Arzt, traf. Außerdem ist sie eine engagierte Vertreterin der palästinensischen Sache. »Helberg ist Mitorganisatorin mehrerer Palästina-Solidarität-Events in Deutschland«, lautet dazu der lapidare Eintrag bei Wikipedia.

Über ihren journalistischen Ansatz hat Helberg neulich, abseits der Fernsehkameras, auf der Bühne des Berliner Kulturhauses »Spore« Auskunft gegeben. Bei Interviews habe sie Palästinenser häufig gebeten, bestimmte Sätze zu wiederholen, aber dabei auf das Wort »Jude« zu verzichten, berichtete sie. Sie habe nämlich den Eindruck gewonnen, dass die Interviewten eigentlich gar nicht die Juden an sich meinten.

Helberg kennt die Empfindlichkeit der deutschen TV-Zuschauer. Ein Palästinenser, der vor der Kamera erklärt, dass er Juden hasst, mag in linken Zirkeln ein Held sein – beim allgemeinen Publikum kommt das nicht so gut an. Also habe sie jeweils gefragt: »Können Sie das noch mal sagen?« Worauf die Interviewgäste auf ihre Intervention hin eine gesäuberte Version des Gesagten lieferten.

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Dem langjährigen »Welt«-Autor Alan Posener fiel zu diesem eigenwilligen Verständnis unvoreingenommener Berichterstattung folgende Regieanweisung ein: »Könnten Sie das wiederholen, Herr Hitler, und dabei ‚Bolschewisten‘ und ‚Kapitalisten‘ sagen, nicht ‚Juden‘? Das klingt so antisemitisch. Danke.« Manchmal muss man die Dinge zur Kenntlichkeit verzerren.

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Man sollte vielleicht hinzufügen, in welchem Rahmen Frau Helberg über ihre Arbeitsmethoden sprach. Das »Spore«, in dem die........

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