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Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

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24.06.2026

24. Juni 2026 – 9. Tamus 5786

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Wie Israel zum Juden unter den Staaten gemacht wird

Antisemitismus zeichnet sich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen braucht, um zu existieren - weder in der UN noch anderswo

Die Ereignisse auf dem jüngsten Parteitag der Partei Die Linke in Potsdam haben es erneut gezeigt: Sobald die Sprache auf Israel kommt, bricht sich dort der Antizionismus Bahn.

Es ist daher an der Zeit, die ermüdenden und oft verharmlosenden Debatten über die Abgrenzung des Begriffs »Antisemitismus« zu beenden. Die fundierte Arbeitsdefinition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) ist und bleibt die einzig relevante Basis. Wichtiger wäre, das Problem deutlich beim Namen zu nennen: Es handelt sich um Hass auf Juden und um die Ablehnung Israels, einzig und allein, weil es sich um den einen jüdischen Staat handelt.

Dieser Judenhass – das ist der entscheidende Punkt – ist zutiefst irrational. Es gibt ihn unabhängig von realen Ereignissen. Er würde selbst dann existieren, wenn es den Staat Israel gar nicht gäbe.

Antisemitismus zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass er keine empirischen Grundlagen erfordert. Er nährt sich aus sich selbst. Er passt seine Narrative dem jeweiligen Zeitgeist an. War es im Mittelalter der christlich »begründete« Antisemitismus und der Vorwurf der Brunnenvergiftung, welcher Pogrome rechtfertigte, trat im 19. Jahrhundert die rassistisch-biologische Komponente in den Vordergrund. Und heute, gut 80 Jahre nach der Schoa, dient der jüdische Staat als Projektionsfläche für die uralten Ressentiments.

Das Versagen des UN-Generalsekretärs

Nirgendwo wird das deutlicher als bei den Vereinten Nationen. Nicht erst unter der Führung des aktuellen Generalsekretärs António Guterres hat sich das unfaire und faktenfreie Israel-Bashing zu einer festen diplomatischen Routine entwickelt. Dabei hatte Guterres zu Beginn seiner Amtszeit 2017 hoch und heilig versprochen, es besser zu machen und dafür zu sorgen, dass Israel fair behandelt wird. Doch dann hat auch er den gegen Israel gerichteten Terror »kontextualisiert«, ihn bagatellisiert und gleichzeitig nicht mit Verleumdungen gespart.

Bei den Vereinten Nationen und nicht nur dort werden........

© Juedische Allgemeine