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Chefankläger abgesetzt: Khans Schiffbruch

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26.07.2026

26. Juli 2026 – 12. Aw 5786

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Internationaler Strafgerichtshof

Chefankläger abgesetzt: Khans Schiffbruch

Der Chef der Anklagebehörde am Internationalen Strafgerichtshof ist von den Vertragstaaten abgesetzt worden. Gegen ihn stehen schwere Vorwürfe im Raum. Der Rufschaden für das Haager Gericht ist groß

Karim Khan konnte beim finalen Akt in New York nicht selbst dabei sein. Der seit einigen Wochen wegen schwerer Vorwürfe vom Amt suspendierte Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH) durfte nämlich nicht für die Sitzung der Versammlung der Vertragsstaaten (ASP) des IStGH in die USA einreisen, die Trump-Regierung hat ihn und weitere Mitglieder des Gerichtshofes mit Strafmaßnahmen belegt.

Jetzt ist der britische Jurist mit pakistanischen Wurzeln auch noch seinen Job los. Denn eine große Mehrheit der 125 IStGH-Vertragsstaaten stimmte in geheimer Abstimmung für Khans Absetzung als Chef der Anklagebehörde des Haager Gerichts. Einzelheiten wurden nicht genannt. Der Grund für die Entlassung sei ein »schwerwiegendes Fehlverhalten und eine schwerwiegende Pflichtverletzung«, so die knappe Mitteilung auf der Webseite der ASP. Khan werde daher gemäß Artikel 46 des Römischen Statuts, das die Arbeit des IStGH regelt, des Amtes enthoben.

Gegen Khan werden seit Längerem schwere Vorwürfe der sexuellen Nötigung ihm untergebener Frauen erhoben, die er energisch bestreitet. Ein interner Untersuchungsbericht, der als »streng vertraulich« eingestuft ist, über dessen Inhalt mehrere Medien aber bereits berichtet haben, belastete den 56-Jährigen aber offenbar so sehr, dass er nun entlassen wurde.

82 Staaten stimmten am Freitagabend in New York für Khans Absetzung. Dessen Anwälte kündigten umgehend an, »die Rechtmäßigkeit und Fairness der Entscheidung mit allen verfügbaren Mitteln anzufechten«. Das dürfte schwer werden, denn vergangene Woche hatten zwei Frauen, die Khan des sexuellen Missbrauchs bezichtigen, im US-Sender CNN geschildert, wie ihr ihr damaliger Chef ihnen gegen ihren Willen zu nahe gekommen sei. Khan sei bei einer Dienstreise in Kolumbien in ihr Hotelzimmer gekommen, habe sich auf ihr Bett gelegt und sie intim berührt, sagte eine 39-jährige........

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