Linke-Kandidat für Neukölln: Recherchen dokumentieren Nähe zu PFLP-Sympathisanten
26. Oktober 2026 – 15. Cheschwan 5787
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Linke-Kandidat für Neukölln: Recherchen dokumentieren Nähe zu PFLP-Sympathisanten
Ein Dossier der Monitoringgruppe Amit, über das die »Welt« berichtet, dokumentiert mehrere Berührungspunkte des 45-jährigen Rechtsanwalts mit Personen und Veranstaltungen, bei denen Sympathien für die Organisation erkennbar waren.
26.10.2026 10:16 Uhr
Ahmed Abed, der für Die Linke in Berlin-Neukölln als Bezirksbürgermeister kandidiert, benötigt für die Wahl im Bezirksparlament Unterstützung aus anderen Fraktionen. Doch Recherchen zu seinen Kontakten und Auftritten werfen Fragen über sein Verhältnis zum Umfeld der palästinensischen Terrororganisation Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) auf. Ein bislang unveröffentlichtes Dossier der Monitoringgruppe Amit, über das die »Welt« berichtet, dokumentiert mehrere Berührungspunkte des 45-jährigen Rechtsanwalts mit Personen und Veranstaltungen, bei denen Sympathien für die Organisation erkennbar waren.
Die PFLP ist eine säkulare, linksextreme Terrororganisation, die mit der islamistischen Hamas zusammenarbeitet und sich auch an den Angriffen vom 7. Oktober 2023 beteiligte. Abed selbst hat sich seit dem Hamas-Massaker wiederholt auf israelfeindlichen Kundgebungen zu Wort gemeldet. Seine Haltung zu Israel war bereits vor seiner Nominierung umstritten. Als die Neuköllner Linke ihn Anfang des Jahres mit 82,1 Prozent zum Spitzenkandidaten bestimmte, kritisierte der damalige Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) die Entscheidung scharf. Sie sei ein »Schlag ins Gesicht aller, die sich für ein friedliches Zusammenleben und gegen Islamismus einsetzen«.
Ein zentraler Punkt der aktuellen Recherchen ist ein Konzert des Rappers Dahabflex, das der Neuköllner Linke-Bezirksverband Ende August im Wahlkampf veranstaltete. In den Liedern des Künstlers finden sich unter anderem die Zeilen »Intifada wie die PFLP« und »Death to the IDF« – eine Aufforderung zum Tod der israelischen Armee. Auch die Namen der früheren PFLP-Terroristin Leila Khaled und des wegen Beihilfe zum Terrorismus verurteilten Georges Abdallah tauchen in den Texten auf.
»Ich liebe deine Musik«
Khaled entführte 1969 und 1970 unter Waffengewalt zwei zivile Flugzeuge. Abdallah war 1987 in Frankreich wegen Beihilfe zum Terrorismus zu lebenslanger Haft verurteilt worden und kam 2025 frei. In seiner Wohnung war eine Waffe gefunden worden, mit der 1982 ein amerikanischer und ein israelischer Diplomat ermordet wurden. Abdallah hatte die Anschläge als »Widerstandsakte« bezeichnet.
Nach Angaben des........
