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Zünglein an der Waage?

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03. September 2026 – 21. Elul 5786

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Zünglein an der Waage?

Zünglein an der Waage?

Das »Bündnis Sahra Wagenknecht« (BSW) könnte besonders in Sachsen-Anhalt wichtig werden

Es sind entscheidende Wochen für das »Bündnis Sahra Wagenknecht« (BSW): am 6. September zunächst die Wahl in Sachsen-Anhalt, zwei Wochen später die Abstimmungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Nachdem das BSW 2024 aus dem Stand heraus zweistellige Ergebnisse in Sachsen, Thüringen und Brandenburg einfuhr, scheiterte es bei der Bundestagswahl 2025 denkbar knapp an der Fünfprozenthürde.

Insbesondere in Sachsen-Anhalt könnte das BSW nun zum Zünglein an der Waage werden. Parteigründerin Wagenknecht hatte sich Anfang August offen für einen AfD-Ministerpräsidenten gezeigt: »Unser Wahlziel ist die Abwahl des CDU-Amtsinhabers.« Das Umfrageinstitut INSA, dem eine Nähe zur AfD nachgesagt wird, sah das BSW zuletzt bei fünf Prozent, alle anderen Institute knapp darunter.

Hemdsärmelige Bodenständigkeit

Im Wahlkampf treten die drei Landesverbände vornehmlich mit hemdsärmeliger Bodenständigkeit auf. Einige Nebentöne erscheinen aber nicht nur deplatziert, sondern schrill bis extremistisch. »Kritik an Israel ist kein Antisemitismus«, plakatiert beispielsweise das BSW in Berlin. Der sachsen-anhaltinische Landesverband fordert in seinem Wahlprogramm einen »Stopp deutscher Waffenlieferungen« und »die Aussetzung des EU-Assoziierungsabkommens mit Israel«.

Kommunale Mandate mit außenpolitischen Themen erringen zu wollen, spricht entweder für den glücklichen Umstand, dass es keine größeren Probleme in den jeweiligen Bundesländern zu geben scheint, oder für eine besondere ideologische Motivation. Ein Blick in die BSW-Wahlprogramme lässt Letzteres realistisch erscheinen. Der Berliner Landesverband befürwortet nicht nur »den Ausbau weiterer Partnerschaften mit Städten im........

© Juedische Allgemeine