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Vielstimmig

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25.06.2026

25. Juni 2026 – 10. Tamus 5786

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Das Festival »Shirat Haʼam« der ZWST hat sich zu einer kleinen Tradition entwickelt und ist so beliebt, dass Chöre weite Reisen auf sich nehmen, um dabei zu sein. Wir haben mitgehört

Von Ächzen und Jammern wegen der fast 36 Grad war am vergangenen Sonntag in der Jüdischen Gemeinde Mannheim nichts zu hören. Im Gegenteil: In den gekühlten Räumen gab es Wohlklänge, Harmonie und eine ganze Menge Lieder. 14 Chöre aus ganz Deutschland – von Potsdam bis München – und eine Tanzgruppe waren zum »Festival der Chöre« angereist und gaben ihr Bestes.

Bereits zum dritten Mal hatte die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) zu »Schirat Ha’am – Gesänge des Volkes« eingeladen. Wie wichtig Treffen wie diese sind, wie sehr sie gebraucht werden, zeigt die Entwicklung des Festivals: Denn dieses Mal waren rund 240 Musikbegeisterte dabei – etwa 100 Menschen mehr als beim vorherigen Festival der Chöre 2024 in Duisburg.

Die meisten Chöre setzen auf einheitliche Farben

Vielen war nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen, dass sie zusammengehören, denn die meisten Chöre setzen auf einheitliche Farben. Wer zum Beispiel beim Mannheimer Chor »Tumbalalaika« singt, trägt ein weißes Oberteil und einen lilafarbenen Schal. Die Sängerinnen und Sänger warteten geduldig seitlich der Bühne auf ihren Auftritt, während oben noch die Eröffnungsreden gehalten wurden. Sie waren die Ersten, die auftraten, und auch die, die den kürzesten Weg auf sich nehmen mussten. Nach ihnen waren unter anderem Chöre aus Erfurt, Bamberg und Hamburg an der Reihe – und etliche andere aus ganz Deutschland.

Viele von ihnen sangen traditionelle jüdische Stücke, einige von ihnen tauchten mehrfach und in unterschiedlichen Variationen auf, so wie die alte liturgische Hymne »Adon Olam« und das durch Leonard Cohen populär gewordene »Hallelujah«. Auch der Chor der Jüdischen Gemeinde Mannheim hatte dies als eines von vier Stücken ausgewählt. Als alle Chormitglieder auf der Bühne standen, wandte sich Larissa Dubjago ans Publikum. Die Chorleiterin bereitete die Zuhörer darauf vor, in welche Welten sie musikalisch eintauchen würden: zum Beispiel in die des jungen David, der beim Hüten auf dem Feld Flöte spielt und nicht weiß, was eines Tages aus ihm werden wird.

Als die Sängerinnen und Sänger ihre blauen........

© Juedische Allgemeine