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Wie unsere Zukunft durch die Veruntreuung von Investitionen verspielt wird

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09.02.2026

Die Ausgaben des Bundes sind seit 2014 um 70 Prozent gestiegen, deutlich schneller als die Wirtschaftsleistung, die nominal um rund 50 Prozent zugelegt hat. Das viele Geld floss dabei nicht in Investitionen oder Bildung, sondern in den Ausbau des Sozialstaates und seit dem Ende der Null-Zins-Politik auch wieder vermehrt in den Schuldendienst.

Trotz der Veruntreuung der eigentlich für Investitionen gedachten Sondervermögen – rund 50 Prozent der Gelder fließen nach Berechnungen von Bundesbank und ifo Institut in den Konsum – klaffen in der Haushaltsplanung große Löcher.

Kein Wunder also, dass SPD-Finanzminister Lars Klingbeil darauf setzt, die Schuldenbremse so zu „reformieren“, dass sich die Lücken mit noch mehr Schulden stopfen lassen. Damit will die Regierung den Weg der vergangenen Jahre fortsetzen und laufenden Konsum vor Investition in die Zukunft stellen.

Wenig tröstlich ist, dass sich Deutschland damit in schlechter Gesellschaft befindet. Die meisten europäischen Staaten geben zu viel Geld für die Gegenwart aus –........

© Handelsblatt