Chaostage bei der Fed
Kevin Warsh hat es beinahe geschafft. Nachdem der zuständige Senatsausschuss Donald Trumps Kandidaten für die Spitze der Notenbank Fed abgesegnet hat, dürften die letzten Schritte nur noch Formsache sein. Chef der weltweit mächtigsten Finanzinstitution zu werden, wäre die Krönung von Warshs Karriere – und doch könnte man verstehen, wenn sich der 56-Jährige, vielleicht auch nur ganz leise und verschämt, fragen würde: „Will ich den Job überhaupt noch?“
Die Fed ist so tief gespalten wie lange nicht mehr. Außerdem ist sie durch die permanenten Anfeindungen des US-Präsidenten extrem politisiert. Das stellt nicht nur Warsh vor enorme Herausforderungen.........
