Online-Shopping: Alles nur Theater
Stand: 15.01.2026, 16:42 Uhr
Von: Petra Kohse
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Früher gab es die Ästhetik des Fake in der Kunst, nun sorgt die Warenwelt selbst für Subversion. Wer etwas zu verlieren hat, spielt mit.
Jüngst habe ich berichtet, wie ich auf einen Fake-Shop hereingefallen bin. Ich liege damit im Trend, wie Berichte und Statistiken zeigen. Und da die Geschichte weitergeht, will ich sie im Sinne der Brechtschen Lehrstückidee auch noch ein Stück weiter dokumentieren: als Durchspielen eines sozialen Prozesses in Zeiten sich vergrößernder Widersprüche.
Der Bezug zur Kunst ist nicht so weit hergeholt: In den 1980ern entstand die Richtung der Fake Art, die mit Fake Identities und immersiven Settings performativ fortgesetzt wurde. Inzwischen ist die Ästhetik des Verwirrspiels wie so viele andere von der........
