Merz muss endlich eine neue Transatlantik-Strategie definieren
Stand: 09.02.2026, 17:04 Uhr
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Die USA unter Trump brechen mit der internationalen Ordnung. Europa muss unabhängiger werden. Ein Gastbeitrag von Katharina Dröge und Deborah Düring.
Spätestens mit der Rede von JD Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz im vergangenen Jahr ließ sich nicht mehr schönreden, was sich lange abgezeichnet hatte. Seitdem ist klar: Europas Verhältnis zu den USA muss grundlegend neu justiert werden. Es braucht eine neue Transatlantik-Strategie für Deutschland und für die EU. Kanzler Friedrich Merz muss diese endlich definieren, wenn er jetzt nach München reist.
Trump regiert mit brutaler Radikalität. Er bricht offen mit der internationalen Ordnung und dem Völkerrecht. Der Angriff auf Venezuela und die Drohungen gegen Grönland zeigen, dass er bereit ist, die Souveränität anderer Staaten, sogar von Nato-Partnern, mit Gewalt zu verletzen. Der Austritt der USA aus internationalen Organisationen ist eine Absage an globale Kooperation. Innenpolitisch betreibt die Trump-Administration einen autoritären Staatsumbau: Gewaltenteilung, unabhängige Justiz und freie Medien werden systematisch geschwächt, Menschen brutal........
