Fußballnation Deutschland: Das war einmal
WM-Aus im Sechzehntelfinale : Fußballnation Deutschland: Das war einmal
Die deutsche Nationalelf, Bundestrainer Nagelsmann voran, setzte sich den fünften Stern zum Ziel. Sie täuschte nicht nur die Zuschauer. Sondern an erster Stelle sich selbst.
Bern 1954, München 1974, Rom 1990 und Rio de Janeiro 2014: Diese vier magischen Kombinationen aus Städten und Jahreszahlen brachten Deutschland den Weltruf einer großen Fußballnation. Es war einmal. Nach all den fabelhaften Welterfolgen klingen die jüngsten Erzählungen allenfalls wie moderne Märchen.
Kasan 2018, Al-Khor 2022 und Foxborough 2026 sind die neuesten deutschen Chiffren. Sie erzählen keine Heldengeschichten, sie künden vielmehr vom fortwährenden Scheitern einer Nationalmannschaft, die inzwischen, nach dem dritten frühen WM-Aus in Serie, für nicht viel mehr als faulen Fußballzauber steht.
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Das Scheitern negiert alte Fußballwahrheiten
Jedes frühe Ausscheiden bei Weltmeisterschaften ist eine Geschichte für sich: 2018 in Russland erzählte sie von der Überschätzung der gealterten Weltmeister, 2022 in Qatar vom Versagen auf dem politischen und sportlichen Spielfeld und 2026 in den USA vom mangelhaften Siegel „made in Germany“. All die Kapitel mit tragischem Ende eint, dass sie die gleiche schwere Überschrift tragen: die Entzauberung einer Fußballnation.
Auch das jüngste deutsche Scheitern auf der Weltbühne hat alte Fußballwahrheiten negiert. Körperliche Überlegenheit? Es war einmal. Die Spieler der Elfenbeinküste, aus Ecuador und Paraguay setzten sich auch dank physischer Stärke gegen die........
