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Warum Harvard jetzt die Bestnote rationiert – und damit richtig liegt

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21.05.2026

Amerikanische Universitäten : Warum Harvard jetzt die Bestnote rationiert – und damit richtig liegt

Lange galt die Bestnote A als der heimliche Standard an amerikanischen Eliteuniversitäten. Harvard hat jetzt beschlossen, die Flut an Spitzenleistungen zu begrenzen. Ein mutiger Schritt.

Wer an deutschen Hochschulen ein geistes- oder sozialwissenschaftliches Fach studiert, muss sich in der Regel besondere Mühe geben, um eine schlechte Note zu bekommen. Das ist ungerecht gegenüber Juristen, die schon mit einem „vollbefriedigend“ glücklich sein sollen, oder Physikern und Mathematikern, die reihenweise durch die Vorprüfungen fallen. Die Bildungsforschung lässt an der Noteninflation keinen Zweifel.

Strenge Noten sind unattraktiv für Hochschulen, die um Geld und Studenten konkurrieren, für Dozenten, die sich Diskussionen ersparen wollen, und für eine Hochschulpolitik, die die Zahl der Studienabbrecher kleinhalten will.  „Ich habe Ihnen eine Zwei gegeben“, heißt manchmal nichts anderes als „Ich hatte keine Zeit, die Arbeit zu........

© Frankfurter Allgemeine