Es lohnt sich, mit Trump verwandt zu sein
Geschäfte des Präsidenten : Es lohnt sich, mit Trump verwandt zu sein
In seiner zweiten Amtszeit verknüpft Donald Trump politische Macht und private Geschäftsinteressen wie nie zuvor. Der US-Präsident sagt: Es interessiert ohnehin niemanden.
Es lohnt sich, mit Donald Trump verwandt oder verschwägert zu sein. Meistens jedenfalls. Der milliardenschwere Weltmeisterschaftsdeal der FIFA mit privaten Investoren hatte alle Zutaten für ein Erfolgsrezept: den Verbandschef Gianni Infantino als Busenfreund des Präsidenten und Joshua Kushner, den Bruder von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, als Hauptinvestor. Am Ende aber machte die UEFA ihnen einen Strich durch die Rechnung. Der europäische Fußballverband drohte in dieser Woche sogar mit rechtlichen Schritten: Der Plan sei grundsätzlich unvereinbar gewesen mit einer „ordnungsgemäßen Führung des Fußballs“.
Über Moral und Standards ist man dieser Tage uneins. Der amerikanische Präsident soll Hilferufe Infantinos bislang nicht beantwortet haben. Dass er den Deal für problematisch hielt, ist jedoch unwahrscheinlich. Kein amerikanischer Präsident vor Trump hat sich während seiner Amtszeit dermaßen bereichert; kein Präsident hat seine Familie und sein Umfeld so unverhohlen an den Erträgen der Macht teilhaben lassen.
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