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Der Finanzminister und seine gigantische Neuverschuldung

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08.05.2026

Steuerschätzung : Der Finanzminister und seine gigantische Neuverschuldung

Lars Klingbeil hat ein technokratisches Verständnis von Investitionen. Doch Finanzpolitik muss mehr sein als in Beton zu investieren.

Es ist ein doppeltes Kratzen an der Billionen-Marke. Erstens nähern sich die Steuereinnahmen in Deutschland dieser schillernden Größenordnung. Doch fällt es offenbar schwer, diese Hürde zu nehmen. Ursprünglich sollte dies schon vergangenes Jahr der Fall sein. Dann wurde daraus 2026. Jetzt sagen die Steuerschätzer es erst für nächstes Jahr voraus. Zweitens nähert sich der Bund mit seiner zusätzlichen Kreditaufnahme in seiner Finanzplanung ebenfalls dieser Marke, natürlich hier nicht für ein einzelnes Jahr, sondern für den gesamten Zeitraum von 2026 bis 2030. Gleichwohl ist es eine im ursprünglichen Wortsinn bemerkenswerte Entwicklung, schließlich reden wir hier über eine Neuverschuldung von rund 200 Milliarden Euro im Jahr – nur im Bund. Trotzdem will die Konjunktur nicht anspringen. Das wiederum spiegelt sich im vorhergesagten Steueraufkommen. Der Anstieg........

© Frankfurter Allgemeine