Der deutsche Fußball darf sich nicht mehr selbst täuschen
Nach der WM : Der deutsche Fußball darf sich nicht mehr selbst täuschen
Die Weltmeisterschaft hat gezeigt, was derzeit Weltklasse ist. Es ist nicht gesagt, dass Deutschland mit Klopps Pressingfußball in diese Liga zurückfindet.
Nach dem vielleicht einseitigsten Finale der WM-Geschichte könnte der deutsche Fußball auf die Idee kommen, sich diese Frage zu stellen: Hätte das eigene Team denn, wenn schon die Spanier außer Reichweite sind, nicht zumindest an Argentiniens Stelle stehen können?
Die Antwort: nicht ausgeschlossen. Bei einem Turnier ist vieles möglich, es gibt selten mehr als drei, vier Mannschaften, die kollektiv auf höchstem Niveau spielen. Aber in dem Moment, in dem er die Antwort so ausspricht, wäre schon etwas anderes klar: dass die nächste Selbsttäuschung nur eine WM entfernt ist.
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Die fünf Wochen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko haben auf verschiedene Weise gezeigt, was Weltklasse ist – und dass der deutsche Fußball in dieser Verfassung nirgendwo in dieser Liga spielt. Man sollte sich dafür ruhig noch einmal in Erinnerung rufen, was Toni Kroos nach dem deutschen Aus im Sechzehntelfinale gesagt hat: „Wir haben aktuell keinen einzigen Weltklassespieler.“
Kroos hat das bestimmt auch deshalb gern gesagt, weil er der bislang letzte deutsche Spieler ist, der zweifelsfrei Weltklasse bot. Aber das macht es nicht weniger richtig. Einen, der über mehrere Jahre ein großes Team führt, der Verantwortung im großen Stil übernimmt, der ein Großer des globalen Spiels auch für die Fans ist, wenngleich in Kroos’ Fall etwas anders als die Messis und Mbappés? Hat es seitdem nicht gegeben.
Florian Wirtz? Hat........
