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Unbesetzte Kassenstellen: Warum Karl Nehammer dennoch Dank gebührt

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20.10.2026

Auf den ersten Blick sieht die Rechnung einfach aus. Wenn die Wartezeiten auf Termine bei niedergelassenen Fachärzten länger werden und auch die Wartezimmer von Hausärzten zumeist überfüllt sind, muss es zu wenige von ihnen geben. Denn gäbe es mehr Kassenordinationen, wären nicht nur die Wartezeiten kürzer, die Ärzte müssten auch nicht so schnell wie möglich so viele Patienten wie möglich durchschleusen, um dem Andrang Herr zu werden und gleichzeitig ihre Praxis profitabel zu betreiben. Auch bekannt als Drei-Minuten-Medizin, die in ganz Österreich zur Realität geworden ist, weil Arzt-Patienten-Gespräche so schlecht bezahlt sind, dass Kassenärzte in der Regel gar keine Möglichkeit haben, sich ausführlich mit ihren Patienten zu beschäftigen und all ihre Fragen zu beantworten.

Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Idee plausibel, landesweit 100 zusätzliche Kassenstellen in verschiedenen Fächern wie etwa Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Kinderheilkunde zu schaffen und Interessenten 100.000 Euro........

© Die Presse