menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Wien hat keine große Kunstmesse mehr – und der SP-Kulturpolitik ist‘s wurscht

58 0
21.01.2026

Ein bisschen Dystopie gefällig? Wagen wir doch den Blick, sagen wir, ins Jahr 2046. Vor innerstädtischen Museumsruinen werden in Baucontainern (ja, die gibt es schon jetzt) Restbestände zernudelter Bundesmuseen-Cards an versprengte Touristen verscherbelt. Die Haupteingänge von Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum sind eingerüstet, die Bauarbeiten zur notwendigen Modernisierung für einst Millionen Besucher sind vor Langem schon gestoppt worden.

Die Museumswärter mit den verhärmten Gesichtern? Einst durchaus gefragte Künstlerinnen und Künstler, die sich von Ausstellung zu Ausstellung hantelten. Früher konnten sie zwischen ihren Projekten zum Arbeitslosengeld noch dazuverdienen, aber unter roter Sparpolitik hieß es dann: Alle sind gleich, keine Ausnahme für den Kunst-Mittelstand. Aber nicht so wild. Wo sollten all diese Künstler überhaupt noch ausstellen? Die vielen kleinen........

© Die Presse