USA und Iran schließen Abkommen: Dieser Krieg kennt viele Verlierer – und einen Gewinner
Es scheint vollbracht. Die Waffen im Nahen Osten sollen schweigen, die gegenseitigen Angriffe für zunächst sechzig Tage eingestellt werden.
Während dieser Zeit soll über Details einer abschließenden Vereinbarung geredet werden. Das haben die USA und der Iran nach wochenlangen Verhandlungen vereinbart. Fast 40 Mal hatte Donald Trump einen solchen Deal angekündigt. Passiert war stets: nichts.
Nun soll der Krieg, das Zerstören und Sterben vorerst ein Ende finden. Wer wäre darüber nicht froh? Den Vermittlern Pakistan und Katar sei Dank. Sie haben den Feinden offenbar in mühsamen Gesprächsrunden klargemacht, dass eine friedliche Beilegung des Konflikts im Sinne aller ist. Am Freitag soll in Genf die Absichtserklärung unterzeichnet werden.
Dennoch kann die mühsam erzielte Einigung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der von den USA und Israel am 28. Februar begonnene Krieg viele Verlierer kennt – und mit Irans mörderischem Regime einen großen Gewinner. Das hätte man sich anders gewünscht.
Christian Böhme leitet das Ressort Internationale Politik. Er glaubt nicht, dass der jetzt geschlossene Deal eine stabile Grundlage für eine dauerhafte Lösung des Konflikts ist.
Gemessen an den von ihm selbst verkündeten Zielen ist Trump krachend gescheitert. Das lässt sich allein an dem jetzt geschlossenen Deal ablesen: Der US-Präsident muss sich mit jenen an einen Tisch setzen, die er stürzen wollte. Hatte der Oberbefehlshaber der Streitkräfte nicht mehrfach getönt, seine Regierung werde nur eine Kapitulation akzeptieren?
Eine Genugtuung für Teheran
Jetzt lässt er sich........
